Drinnen hängt meine Arbeit in einem Raum, der meinen Namen trägt. Die Hilma-af-Klint-Galerie. Sie gaben mir posthum einen Flügel, so wie Städte Straßen nach Revolutionären benennen, sobald die Revolution sicher vorbei ist. Die Beleuchtung ist perfekt, sorgfältig auf Museumsstandard kalibriert. In dem Atelier, das die Akademie mir am Kungsträdgården gab, arbeitete ich bei jedem Tageslicht, das durchs Fenster kam, ergänzt durch Petroleumlampen, die rauchten und stanken. Diese Bilder waren nie so sichtbar.
Ein Mädchen in der letzten Reihe neigt den Kopf vor Childhood, die weichen Rosa- und Blautöne, die Spirale, die Wachstum ohne Richtung andeutet. Sie versteht es nicht — wie könnte sie auch? — aber etwas registriert. Ihre Hand bewegt sich leicht, zeichnet die Kurve in die Luft nach. Dafür habe ich gemalt: nicht für Verständnis, sondern für Wiedererkennen.
Aus dem Essay der Ausgabe No. 1 · Stockholm








